Safer Space

Am 29.3.2026 hat der 2. Community Talk Safer Space Tango Hamburg stattgefunden.
Der Entwurf für einen Code-of-Conduct / Awareness-Leitfaden wurde vorgestellt und diskutiert. Ziel war es, Tango-Kultur-Schaffenden in Hamburg zu inspirieren und zu informieren, damit sie ein eigenes Awareness-Konzept, einen eigenen Awareness-Leitfaden für ihre jeweiligen Veranstaltungen gestalten können.

Du willst auch alle Infos?

Du bist tango-kulturschaffend und interessiert daran ein Awareness-Konzept zu erstellen, konntest aber gestern nicht zum Talk kommen?
Wir stellen Dir gerne den Entwurf und die Diskussions-Inputs von gestern zur Verfügung. Schreib einfach eine Email an Oliver unter info@tangokalender-hamburg.de

Awarness-Team

Darüber hinaus wurde über die Gründung eines veranstaltenden-unabhängigen Awarness-Teams gesprochen.
Ein Awareness-Team besteht aus Freiwilligen, die sich bereit erklären ansprechbar zu sein für Menschen, die unangenehme Erfahrungen machen und mit jemandem sprechen wollen. Dies kann während Veranstaltungen geschehen, wenn Mitglieder des Teams anwesend sind, aber auch zu einem anderen Zeitpunkt, wenn Betroffene sprechen möchten.
Natürlich könnten sich Betroffene auch direkt an Veranstaltende wenden, ggf. ist die Hemmung hier aber größer. Natürlich könnten sich diese Menschen auch an offizielle Beratungsstellen wenden. Freiwillige in einem Awareness-Team aus der Szene haben aber ggf. ein größeres Verständnis über die Zusammenhänge, Gewohnheiten, Umgangsformen der jeweiligen Szene und die Hürde ist niedriger mit diesen ins Gespräch zu kommen.
Mitglieder eines veranstaltenden-unabhängigen Awareness-Teams sind Ansprechpartner:innen für Betroffene, sie haben keine Regelungs- oder Ordnungsfunktion auf Veranstaltungen. Alle Verantwortung für die Veranstaltung verbleibt bei den Veranstaltenden selber.

Über das Awareness-Team und seine Mitglieder könnte z.B. auf einer gesonderten Seite im Tangokalender informiert werden. Auch ein Informations-Aushang in einer Veranstaltung (z.B auf den Toiletten) wäre vorstellbar.
Freiwillige in einem solchen Team müssten entsprechend professionell geschult werden, zum einen um sich selber sicher zu fühlen, zum anderen um Menschen, die sich an sie wenden, gut betreuen zu können.

Natalia Reichert hat sich bereit erklärt, die weitere Koordination für die Gründung eines solchen Awareness-Teams zu übernehmen. Lucas, Traute und Myriam wollen sie unterstützen.

Macht mit!

Dich interessiert das Thema Awareness-Team ebenfalls und Du möchtest Dich engagieren? Vielleicht hast Du bereits Fachwissen in diesem Bereich?
Bitte wende Dich gern gleich an Natalia unter natalia_reichert@gmx.de

Herzliche Grüße
Natalia Reichert (Organisatorin Encanto Milonga)
Oliver Quick (Tangostudio el abrazo)

Foto von Vera Maxin


Weitere Beiträge

Der Entwurf für einen Code of Conduct / Awarness-Leitfaden ist fertig.
Veranstaltende sind gefragt! – Lasst uns drüber sprechen!

2. Community-Talk: Safer Space – Tango in Hamburg
Wann: Sonntag, 29.3.2026 – 15:00 Uhr
Wo: Tangostudio el abrazo, Beerenweg 1d, 22761 Hamburg

Erstes Treffen Mai 2025 – Warum „Safer-Space“?


Im letzten Jahr hat der Erste Community Talk zum Thema Safer Space Tango in Hamburg stattgefunden. Mehr als 20 Teilnehmende tauschten sich unter der Moderation von Christine Frühauf sehr engagiert aus.
Das Anliegen der Gruppe: Den achtsamen, respektvollen Umgang in der Hamburger Tangokulturszene fördern und stärken. Einen Umgang, in dem die individuellen Grenzen von Menschen geachtet und respektiert werden.
Die Gruppe beschäftigte sich mit daher mit den Fragen:
„Welche Art von Raum möchten wir in der Hamburger Tango-Community schaffen und fördern? Wie wünschen wir uns den Umgang in der Hamburger Tango-Szene?“
Aber auch: „Welche Atmosphäre, Rahmenbedingungen, Verhaltensweisen, Umgang mit Störgefühlen … gehören für uns NICHT in einen Safer Space Tango in Hamburg?“.

Code of Conduct / Awareness Leitfaden


In vielen Unternehmen, Vereinen und Organisationen wird ein Konsens über achtsamen, respektvollen Umgang miteinander in einem sog. Code of Conduct oder Awarness-Leitfaden festgehalten. Er gibt eine Orientierung darüber, wie achtsamer, respektvoller Umgang miteinander konkret aussehen kann, und ggf. auch wie damit umgegangen werden kann, wenn der Umgang nicht achtsam und respektvoll ist.

Aus dem Meeting entstand eine Gruppe, von ehrenamtlichen Freiwilligen, die sich damit beschäftigte, einen Entwurf für einen möglichen Code of Conduct in der Tangokulturszene in Hamburg zu entwickeln. Dieser sollte Gesprächsgrundlage für ein nächstes Treffen sein.

Dieser Entwurf ist nun fertig.

Einen Code of Conduct für die ganze Szene – schwierig! – Daher erstmal kleiner denken!


Wichtigste Erkenntnis der Vorbereitungsgruppe: Es ist schwierig, gleich einen Code of Conduct für die GANZE Hamburger Tangokulturszene erstellen zu wollen. Das sind sehr viele Akteure, die sich auf einen gemeinsamen Text einigen müssten. Es wäre sinnvoller, wenn erstmal Veranstaltende über Codes of Conduct / Awarness Leitfäden für Ihre Veranstaltungen nachdenken.

Die Veranstaltenden sind gefragt – die Tanzenden unterstützen


Wir alle (Tanzende wie Veranstaltende) tragen durch unser Verhalten Verantwortung für unser Miteinander. Die Formulierung eines Code of Conduct für ihre eigenen Veranstaltungen liegt aber in den Händen der Veranstaltenden. Das bedeutet: Alle Veranstaltenden sind eingeladen, sich mit dem Thema zu beschäftigen und einen Code of Conduct für ihre eigenen Veranstaltungen zu entwickeln.
• Was ist für mich als Veranstalter:in achtsamer und respektvoller Umgang?
• Wie will ich achtsamen und respektvollen Umgang in meinen Veranstaltungen fördern?
• Wie will ich damit umgehen, wenn Menschen nicht achtsam und respektvoll sind?
• Welche Hilfsangebote habe ich in meinen Veranstaltungen für Menschen, die, für sie schwierige Erlebnisse? An wen können sie sich wenden? Wie gehe ich damit um?

Das ist keine leichte Aufgabe. Dafür ist der Entwurf eine sehr gute Gesprächsgrundlage.

Tanzenden-Input erwünscht!


Einige Veranstaltenden haben sich entschieden, sich mit einem Code of Conduct zu beschäftigen und den Entwurf der Vorbereitungsgruppe und das offene Gespräch darüber als Grundlage für ihren Umgang mit dem Thema zu machen. Ein einheitliches oder zumindest abgestimmtes Konzept ist wünschenswert.
Wir haben alle Veranstaltenden eingeladen, sich ebenfalls mit dem Thema zu beschäftigen. Beteiligt euch gerne am Gespräch und entwickelt ebenfalls einen Code of Conduct für eure Veranstaltungen. Der Entwurf und das offene Gespräch darüber, kann für alle als Grundlage dienen.

Wir laden alle am Thema interessierten Tanzenden ein, ebenfalls mitzureden. Was ist euch wichtig? Was wünscht ihr euch von Veranstaltenden?

Wir laden alle ein, die über den Entwurf sprechen und das Thema weiter mit gestalten wollen zum 2. Community-Talk „Safer Space“

Ziel:


Das Ziel des Treffens ist es, dass Veranstaltende mit dem Entwurf und dem Gespräch Input erhalten, um für ihre Veranstaltungen einen individuellen Code of Conduct gestalten zu können.
Ziel ist außerdem, die Gründung eines Veranstaltenden-unabhängiges Awarness-Teams anzuschieben, das Menschen in Problemsituationen auffangen kann. Dafür soll professionelle Unterstützung und Schulung in Anspruch genommen werden.

Für unsere Planung gerne anmelden unter oliver@elabrazo.de – und auch spontan Kommende sind willkommen!

Herzliche Grüße
Natalia Reichert (Organisatorin Encanto Milonga)
Oliver Quick (Tangostudio el abrazo)

Foto von Vera Maxin


Weitere Beiträge

Einladung zu einem offenen Gespräch darüber, wie die Hamburger Tango-Szene ein sichererer Ort werden kann.

Community-Talk: Safer Space – Tango in Hamburg
Wann: Samstag, 17.5.2025 – 15:00 – ca. 17:00 Uhr
Wo: Tangostudio el abrazo, Beerenweg 1d, 22761 Hamburg

Tango ist ein intimer Tanz, der berührt. Was genau aber heißt das?
Immer wieder fühlen sich Menschen auf Tanzveranstaltungen nicht sicher oder in ihren Grenzen ungenügend respektiert, kommt es zu unangenehmen Begegnungen oder Berührungen, die nicht in Ordnung sind, manchmal sogar zu sexuellen Übergriffen.
Wir möchten, dass die Tango-Szene in Hamburg ein Ort, wo sich alle sicher und wohl fühlen können. Wir wollen uns austauschen und darüber sprechen, wie die Tango-Szene in Hamburg mit diesem Thema umgehen kann. Welche Möglichkeiten wir haben, die Szene zu einem sichereren Ort (Safer Space) zu machen? Was können wir tun, um Übergriffe zu verhindern? Was können Veranstalter:innen tun? Was können Menschen tun, die unangenehme Begegnungen haben? Wie gehen wir als Community damit um?

Wir wollen mit einem offenen Gespräch darüber starten, wie wir als Szene gemeinsam das Thema angehen können. Eingeladen sind all diejenigen, denen das Thema am Herzen liegt und die das Thema voran bringen wollen.
Das Gespräch ist kein Raum, um persönliche Einzelfälle aufzuarbeiten, individuelle Personen anzuschuldigen oder Betroffenen konkrete Hilfe zu geben. Das können wir als Gruppe nicht leisten.
Wir können aber gemeinsam über die Frage beraten, „Wie können wir die Hamburger Tango-Szene in Zukunft zu einem sichereren Ort machen?“
Aus den gefundenen Impulsen dieses ersten Auftakt-Meetings können dann weitere Treffen und Aktionen entstehen.

Moderation: Christine Frühauf
Zur Moderation des Treffens konnten wir Christine Frühauf als Moderatorin gewinnen. Christine hat langjährige Erfahrung darin, Gesprächsrunden mit kleinen und größeren Gruppen zu moderieren. Als Tangotänzerin ist sie außerdem seit vielen Jahren Teil unserer Hamburger Tango-Community.

Für unsere Planung gerne anmelden unter oliver@elabrazo.de – und auch spontan Kommende sind willkommen!

Herzliche Grüße
Natalia Reichert (Organisatorin Encanto Milonga)
Oliver Quick (Tangostudio el abrazo)

Foto von Vera Maxin


Weitere Beiträge